Grosser Bruder ClemensNaturgemäß spricht man bei SOS Kinderdorf Österreich keinesfalls von Missständen und wer als Außenstehender dieses wagt, riskiert eine Klage von SOS Kinderdorf Anwalt Dr. Helfried Penz – natürlich mit SOS Kinderdorf Spendengeldern. Erst kürzlich konnten verdeckt recherchierende Journalisten des Nachrichtenmagazin Xlarge bei der 50 Jahr Feier im SOS Kinderdorf Hinterbrühl ein 12 jähriges Mädchen mit Joints ausmachen. Jetzt übertrifft sogar dieses fragwürdige Geburtstagstreiben ein weiterer Fall aus Telfs in Tirol. Dort haben sich zwei Mädchen im Alter von 13 und 17 Jahren bewusstlos getrunken.

Saufen bis zum Umfallen ist in sogenannten sozialpädagogischen Wohngemeinschaften der Fürsorge keine Seltenheit. Im Kinderheim Lebensraum Heidlmair GmbH Kremsmünster/Oberösterreich hat eine Alko Party sogar zum Gefängnisaufenthalt geführt.

Sind Eltern mit ihrem Nachwuchs überfordert, kümmert sich in der Regel das Jugendamt um die Minderjährigen Österreicher. Frust bleibt dabei selten aus, betrachte man die anhaltenden Missstände in derartigen Heimen bis hin zu SOS Kinderdorf und damit verbunden, die überarbeiteten Burn-Out Sozialarbeiterinnen in den Jugendämtern.

Nicht selten zeigen sich die Betreuer überfordert, wie zuletzt bei der Lebensraum Heidlmair GmbH in Kremsmünster, nachdem sturz betrunkene Burschen auf ihre Erzieherinnen einschlagen wollten. Geendet hat das Saufgelage im Zuchthaus von Steyr.

Nun macht ein weiterer Fall von Komasaufen auf sich aufmerksam. Im Jugendheim von SOS Kinderdorf in Telfs sollen sich am vergangenen Samstag zwei Mädchen im Alter von 13 und 17 Jahren mit „Wodka“ und „Saurer Apfel“ schlichtweg bewusstlos getrunken haben.

Als die Polizei kurz vor Mitternacht eintraf, wurden die Jugendlichen vom Notarzt bereits erstversorgt. Wie die Heimzöglinge zu den Spirituosen gelangt sind und welches Motiv für das Komasaufen gegeben war, ist offiziell bis dato unklar. Der Enthüllungsjournalist Stephan Pfeifhofer kennt allerdings die Beweggründe dieser Jugendlichen, die von Frust und Perspektivlosigkeit getrieben werden. Er recherchiert bereits seit Jahren im Fürsorgewesen und hat unter anderem den Missbrauch mehrerer Mädchen in einem Vorarlberger Kinderdorf aufgedeckt.

„Die Kinder leben meist hunderte Kilometer von ihren sozialen Kontakten und der Herkunftsfamilie entfernt. So z.B. kommen Kinder aus Wien nach Tirol und umgekehrt. Nur selten kann ein Kind im gleichen Bundesland bleiben, wenn es von der Jugendwohlfahrt fremd untergebracht werden soll“, sagt der Investigativ Reporter gegenüber INHR.

Für die beiden Mädchen aus dem SOS Jugendheim in Telfs heißt es vorerst einmal ausschlafen, denn ansprechbar waren die Kids bis dato nicht.

Quelle: Int. Network of Human Rights 

16 Antworten zu „Komasaufen bei SOS Kinderdorf“


  1. 1 sosfeind September 24, 2007 um 2:11

    Ich frage mich schön langsam, was machen die Erzieherinnen in dieser Organisation? Den ganzen lieben langen Tag Kaffee trinken?

  2. 2 eaglem September 24, 2007 um 4:36

    Ist dieser Herr Pfeifhofer eigentlich ausgebildeter Sozialpädagoge oder sowas? Und gerade ihm haben 6 Mädels, die keineswegs naiv sind und die ungefähr mehr als ein halbes Jahr brauchen, bis sie jemandem vertrauen, einfach so erzählt, dass sie sexuell missbraucht werden?

    Ich weiß nicht, ob sich da nicht vielleicht jemand mit Fremden Federn schmückt.

    Und er kennt sogar die Beweggründe dieser Jugendlichen… Respekt!! Wo hat er denn das studiert? Es ist als ob dieser Enthüllungsjournalist ja geradezu prädistiniert für eine Robert-Hochner-Preis wäre! Verdammt… warum bin ich nicht selber darauf gekommen!? Ich hör einfach kurz zu, was die Jugendlichen lallen…“Oida, des scheißt mi o!“, „die schul is was für schwuchteln…“ etc. Wahnsinn! Vielleicht hat Herr Pfeifhofer einfach eine Gabe!

    Mal im Ernst: Sie schieben wohl alles auf die pösen Erzieher, hmm? Ist Eigenverantwortung eigentlich ein Begriff für sie? Ach… nein, denn dafür haben ja die Erzieher zu sorgen. Sag mal, kleine Lisa, wieso konnten das die Eltern nicht tun? Achso, die haben ja ihre Kinder richtig erzogen, die hätten ja wohl nicht mit dem Alkohol angefangen, oder?

    Also, wenn die Erzieher etwas verbocken läuten die Alarmglocken. Wenn es die Eltern tun, ist eh alles im grünen Bereich.

    Seltsame Welt.

    mfg

  3. 3 Dany September 24, 2007 um 10:01

    Eltern werben aber nicht für Spenden und für ihre Kinder bekommen sie keinen Tagsatz von 90,- bis 200,- Euro vom Jugendamt.

    mfg Dany

  4. 4 LittleBuddha September 24, 2007 um 10:16

    Hallo Eaglem!

    Nein, Herr Pfeifhofer hat keine Ausbildung als Sozialpädagoge. Er studiert allerdings Psychologie und kennt eine ehemalige Kinderdorfmutter, einen Kinder- und Jugendpsychologen und Mitarbeiter der Jugendwohlfahrt, die für ihn so was wie Informanten sind. Er hat also schon einige Missstände in der Jugendwohlfahrt aufgedeckt. Er kennt bestimmt Informanten aus diesem Kinderdorf. Vielleicht schreiben Sie einfach an Herrn Pfeifhofer: stephan.pfeifhofer@aon.at – Er ist ein ganz liebenswerter Familienvater. Ich glaube nicht, dass er sich mit fremden Federn schmücken muss. Wie das Jugendamt in Tirol versagt hat, konnte Herr Pfeifhofer eine 14 Jährige aus dem Drogensumpf retten. Nächstes Jahr maturiert das Mädchen ;-) Als Laie genügen mir diese Erfolge.

    vgl von Little Buddha

  5. 5 Mira September 25, 2007 um 8:50

    Ich habe geglaubt die 6 Mädchen hat dieser Mann über Jahre missbraucht. Also wieso sprechen Sie Eaglem von einem halben Jahr? Herr Pfeifhofer ist so etwas wie ein Retter der versteht. Ich kann also Little Buddha nur zustimmen. Diesen Herrn Pfeifhofer muss man einmal persönlich live erlebt haben. Wenn er z.B. die Psychologen vom Jugendamt in Grund und Boden redet, dass sogar Pflegschaftsrichter paff sind. Dieser Herr Stephan Pfeifhofer verdient also mit Recht den Titel Pädagogik Visionär!!!

  6. 6 Sandra September 25, 2007 um 9:02

    Eines finde ich jedenfalls sehr seltsam. Während das Thema Komasaufen in den Medien bisher groß thematisiert wurde, findet sich in der aktuellen Tirol Heute Sendung vom Montag über diesen Vorfall keine Sendesekunde. Hat das vielleicht mit Solidarität zum SOS Kinderdorf zutun?

  7. 7 Rüdiger September 25, 2007 um 12:08

    Applaus an Sandra! Stimmt ja eh, gehts um SOS Kinderdorf, dann trauen sich die Zeitungen nix schreiben. Sind ja die Guten heißts dann in der Chefetage. Erinnert mich an Inode und die dauernden Beschwerden in all ihrer Form, wie man sie dieser Usenet Groups entnehmen konnte. Warum braucht SOS Kinderdorf Anwälte und eine Rechtsabteilung? Sind die Pädagogen nichts wert und brauchen jetzt Rechtshilfe? Alles Quatsch

  8. 8 eaglem September 26, 2007 um 1:14

    @ Mira und Little Buddha

    Ich weiß nicht, warum ich mich bemüßigt fühle, ihnen überhaupt hier eine Antwort zu geben. Also, Mira, ich habe nicht geschrieben, dass die 6 Mädchen nur ein halbes missbraucht wurden, sondern dass die Mädchen mindestens ein halbes Jahr brauchen, damit sie sich jemanden anvertrauen.

    Der Herr Pfeifhofer würde ich gerne einmal persönlich kennen lernen. Sollte dies tatsächlich zutreffen, dass er so ein über super drüber Pädagoge ist und einer der kommunikativsten Menschen dieser Erde, dann frag ich mich, warum er diese Gabe nur so einseitig verwendet? Warum schießt man sich auf einen Gedanken ein „Erzieher und Kinderdörfer sind böse und schlecht“ und begibt sich dann auf eine Jagd nach jenen Fällen, die dies untermauern?

    Aber vielleicht braucht es ja drei Menschen: Einer der nur das schlechte sieht, einer der nur das gute sieht und einer der beides miteinander vergleicht und sich seine Meinung dazu bildet.

    Tja.

    @ Rüdiger

    Wissen Sie warum Kinderdörfer Rechtsabteilungen brauchen? Weil Kinder nicht dumm sind. Und in 9 von 10 Fällen sind die Anschuldigen gegen die Pädagogen erstunken und erlogen. Aber das scheint niemanden zu interessieren. Wenn ein Unrecht gegenüber den Kindern oder den Eltern geschah, so ist das zu verurteilen. Aber den großen Hammer auf alles drauf fliegen zu lassen, ist meines Erachtens äußerst kontraproduktiv.

    mfg

  9. 9 roadrunner Dezember 22, 2007 um 6:06

    na bravo, der gute herr dr. vyslozil hätte ja jetzt immerhin 14!!! jahre zeit gehabt, diese wichtigen dinge anzusprechen bzw. auf deren umsetzung zu drängen. aber das festln feiern, interne statt externe netzwerke knüpfen, sowie das bauen schöner mehrzweckhäuseln, umbau in der stafflerstrasse, alles durch die protegierten hauseigenen haus- und hofarchitekten, sowie das erfinden und pressemässige ausschlachten neuer betreuungsformen, welche dann regelmässig mit seinen „persönlichen spezies“ besetzt werden, war offenbar dringlicher.

    jetzt zum abschluss so einen „aufschrei“ abzusetzen, erscheint mir peinlich, ein wenig scheinheilig bzw. viel zu spät!!!

    bin schon auf seinen nachfolger gespannt!

  10. 10 Gap Januar 7, 2008 um 8:32

    Und wenn es hier ehemalige gibt die Blödsinn schreiben, WAS WÄRE AUS EUCH GEWORDEN WENN IHR IN EINEM HEIM gross geworden wäret.Ihr macht das KD nur schlecht.Und so ist es nicht!!! DANKE SOS- KINDERDORF, mir ging es gut bei euch, ich hatte eine sehr schöne Kindheit, voll Liebe und Geborgenheit!!!!!!!!!!!!

  11. 11 JackClementi Januar 8, 2008 um 2:56

    Sers Gap! Wir sind letztlich bei privaten Leuten und unseren Eltern groß geworden, da weder SOS Kinderdorf noch das Jugendamt wirklich helfen konnten/wollten. Maße dir nicht irgendein Urteil an, sondern lies unsere Homepage genau durch.

    cu clemens

  12. 12 Herta O. März 22, 2008 um 4:40

    stimmt das auch oder ist das nur eine Fake Story

  13. 13 JackClementi Mai 31, 2008 um 11:05

    is ja immer das gleiche mit den Kids
    und SOS Kinderdorf erlaubt alles
    hab zu oft gehört das die Kids im SOS das rauchen erst lernen

  14. 14 dagmar.st. Juni 28, 2008 um 7:47

    …das ist genau das was ich nicht verstehe!

    …ich hab inzwischen auch zwei kids doch wenn ich an meine kindheit denke…..es war „noch“ schön im kinderdorf!

    …das sage ich zu meinen kids auch oft …wir haben immer was gewußt was wir spielen sollten…haben nicht so einen blödsinn gemacht wie ihr heute macht!

    …doch das ist die zeit die heute nun ist!

    …denke nicht das die kinderdorfmütter da versagen….die kids/jugendlichen ziehen nur so wie wir früher mit den „normal-kids/jugendlichen) mit!

    …ich sehe es bei meinen das was die machen ………*grrrrrrrrr*

  15. 15 Michelle Toth Juli 26, 2009 um 12:54

    Ich persönlich war auch in Telfs in der WG…
    Ich kenne einesz der mädchen persönlich…
    ich habe eine abneigung gegen alkohohl, aber wie da oben war hab auch ich saufen angefangen, weil es einfach nur shice ist, ich will nicht dasz man ein schlechtes bild von der wg hat, aber es ist einfach nur shice.
    zB.: die zeitung der wg…
    die fragen dich wasz und schreiben sachen hinein übver dich wasz nicht so ist…,tun fotos hinein von dir ohne dich zu fragen und dann weis ganz tirol dasz du ein heimerla bist…
    ich finde die wg nur shice und ich glaube so ziehmlich alle di da oben sind stimmen mir zu….

  16. 16 Insider September 21, 2009 um 12:59

    hihi Herr Peter Heidlmair ruft jetzt Leute an und warnt vor Enthüllungsjournalist Stephan Pfeifhofer

    hat Heidlmair solche Angst?

    *gggggggggggggggg*


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WIR DANKEN EUCH!

Viele haben unseren Weblog, der sich kritisch mit den SOS Kinderdörfern auseinandersetzt, besucht. Dafür wollen wir euch herzlich danken, ganz besonders denjenigen unter euch, die mit ihren Kommentaren viel Licht ins Dunkel gebracht haben. Der Sommer neigt sich langsam dem Ende zu. Aus zeitlichen Gründen haben wir uns dazu entschlossen nur noch wichtige Meldungen hierher der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Natascha bleibt euch allerdings als junge Schreiberin beim Nachrichten Magazin Xlarge selbstverständlich erhalten. Wer Lust hat, kann ja mal unter www.xlarge.at reinsehen.
Zum Schutz der Privatsphäre der Kinder sind die Namen in diesem Weblog geändert.

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