Während als besonderer Gratulant der Dalai Lama gewonnen werden konnte, müssen sich die Eltern der fremduntergebrachten Kinder von SOS Kinderdorf Hinterbrühl im Bezirk Mödling / Niederösterreich hinten anstellen.
Mit der Begründung „Würden nun alle Eltern ihre Kinder an diesem Jahrtag besuchen kommen, hätten wir keine Zeit mehr für die anvertrauten Kinder und das würde unsere Ressourcen enorm sprengen“ wird Klaus Siegert* ausgeladen.
Auslöser war eine Email an den Vorsitzenden von SOS Kinderdorf Niederösterreich, Heinz Nußbauer. „Eigentlich wollte ich ja nur mein Kind sehen und mit ihm feiern“, ist der Vater sichtlich enttäuscht.
Dafür lässt sich das Programm in Europas größen SOS Kinderdorf sehen:
Ö3 Disco, SOS Kinder- und Mütterchor und sogar Bundespräsident Heinz Fischer hat sich angekündigt.
Klaus Siegert wird sich nun der INHR-Leserreise anschließen und vielleicht kann er sein Kind doch noch sehen.
* Name von der Redaktion geändert
Quelle: Int. Network of Human Rights
und jetzt? was wahr ist, ist wahr. Oder haben Sie schon mal von mind. 80 verhaltens-kreativen Kindern die leiblichen Eltern auf einem Haufen erlebt? Nicht? Ich zum Glück auch nicht. Wissen Sie wieso „Zum Glück“?
Weil ein Auszucker der Kinder nach dem anderen folgt, die Eltern ständig einem an der Backe hängen mit ihren Geschichten und man genau dafür weder Nerven noch Personal hat, weil noch von auswärts zig andere Kinder und deren Eltern herum rennen und man seine eigenen im Handumdrehen verliert. Und es geht schließlich und endlich um die Kinder und mit einem Spielefest (woran auch ich beteiligt war) hat man sich dort um diese gut gekümmert.
Kinder verschmerzen es gut, wenn sie beschäftigt sind, vor allem weil sie mit sich selber schon genug zu tun haben. Da brauchts auch nicht die Eltern dazu, die ihnen bei einem Fest ihre Vergangenheit aufzeigen.
mfg
Hallo Eaglem!
Habe ich hier irgendwo richtig gelesen? Sie sind Sozialpädagoge? Natürlich dreht sich bei einem Spielefest alles um die KInder. Aber wer hört ihren Geschichten zu, denen auch die Eltern eine Rolle abverlangen könnten? Leider niemand und deshalb gibt es in Österreich keine vernünftige Eltern-Kind-Fremdpflege Arbeit. Die Kinderdorfmütter entwickeln somit ihren Eifersuchskomplex und werden gegenüber ihren anvertrauten Pflegekindern besitzergreifend. Deshalb können Sie auch keine 80 leiblichen Eltern auf einem Haufen erleben. Also ich mags am liebsten in so einem Haufen, wo noch Laien von dem reden was Sache ist. Wie die Profis versagen, zeigt ja der tägliche Nachrichtenzirkel.
P.S. Kennen Sie eigentlich den Grundgedanken von der Hand im Rücken und einer kindlichen Mündigkeit? Ich schon …
vlg von Little Buddha
Hallo Little Buddha!
Kann es sein, dass Sie Herr Pfeifhofer sind? Wenn ja, dann sollten Sie zuerst ihr Studium abschließen, bevor sie hier den Retter spielen.
Auf ihr PS kann ich nur sagen: Ja, ich kenne den Grundgedanken. Er ist sehr gut und ich kann ihm sehr viel abgewinnen.
Jedoch so, wie Sie ihn gerade verwenden, habe ich ehrlich gesagt große Probleme.
Die Hand im Rücken kann zweierlei Bedeuten: Sie kann stärken, sie kann aber auch hemmen.
Kindliche Mündigkeit… haben sie schon einen auszuckenden 7-jährigen erlebt, der mit Sachen um sich wirft, sie schlägt und bespuckt? Dann reden wir noch einmal darüber. Wenn Sie den Begriff kindliche Mündigkeit tatsächlich verstehen, dann können Sie mir diesen Begriff ja erklären. Sollte Ihnen das Beispiel gerade sauer aufstoßen und Sie zum Protest animieren, dann haben Sie ihn nicht verstanden und sollten das Kapitel noch mal wiederholen.
Nun, weiters ist es interessant zu sehen, wie Sie mit Wörtern aus dem 4 Semester Psychologie um sich werfen. Eifersuchtskomplex und besitzergreifend: Zwei Dinge, die jeder Mutter eines Kindes sofort zugeschrieben werden müssten. Tut man nicht, denn das fällt unter den viel schöneren Begriff „Muttergefühle“. Ist die Welt nicht einfach?
Eine Kinderdorfmutter entwickelt, zum Wohle des Kindes, eine Beziehung zu ihrem Klienten. Dies geschieht, weil eine Arbeit nur dann möglich ist, wenn sich beide Seiten vertrauen können. Dies kann mitunter ein sehr langer und schmerzhafter (für beide Seiten!) Prozess sein und bekanntlich werden die Bande zwischen Menschen sehr stark, wenn man schwierige Situationen gemeinsam meistert.
Nun, der Idealfall wäre, wenn die Kinderdorfmutter sich einerseits sehr gut auf die Beziehung zu „ihren“ Kindern einlassen kann, aber andererseits die Distanz wahrt, um eine gute Beobachterin und eine gute Pädagogin zu bleiben.
Jetzt, LittleBuddha, frage ich Sie: Würden Sie das schaffen? Dieser Anspruch ist sehr hoch, denn es erfordert viel Geschick mit seinen eigenen Gefühlen und seiner eigenen Psyche. Es gibt, so ist die Tatsache, nicht viele, die das können! Auch ich als Sozialpädagoge kann noch so viele Schulen und Weiterbildungen machen, es wird immer die Situation geben, in denen meine Emotionen überwiegen und ich Entscheidungen fälle, die von außen irrational oder gar als schlecht empfunden werden.
Und noch eines zu den Laien: Weil Sie so polemisch daher reden und weil Sie auch alle Kinderdorfmütter in einen Topf werfen, sind sie ein Laie. Der Profi macht sowas nicht, sondern er differenziert.
Und 80 leibliche Eltern von verhaltens-kreativen Kindern auf einem Haufen zusammen werden auch Sie nicht aushalten, da mache ich jede Wette!
mfg
lieber eaglem,
besser hätte ich es auch nicht sagen können.
DANKE!
@Eaglem:
Ich habe über lange Zeit ein 14-jähriges, weibliches Temperament erlebt, das diverse Gegenstände gerne zum Wurfgeschoss missbrauchen wollte. Wenn man in den Kindern gleich das Böse sucht und ihren Verhaltensauffälligkeiten mit Ohnmacht begegnet, dann ist den Pädagogen wirklich nicht mehr zu helfen.
SOS Kinderdorf wirbt in deren Paten-Spots mit Grundbegriffen wie „Mama“ und „Papa“. Anstatt die Dramaturgie in Dritten Welt Ländern zu schaffen, werden westeuropäische Kinder als Darstellung rekrutiert. Damit bekommt der Laie den Eindruck, in SOS Kinderdörfern leben Kinder und Jugendliche, die keine Eltern mehr haben oder von denen nicht mehr gewollt werden.
Treffen Sie sich einmal mit 80 Eltern, deren Bedürfnisse untergraben sind. Reden Sie mit Vertreten dieser Eltern, die schon jetzt bei Gericht für eine Neudefinition kämpfen.
Fakt ist, dass nun dem unabhängigen Journalismus von dieser Lobby Einseitigkeit vorgeworfen wird. Wäre SOS Kinderdorf nicht einseitig sondern offen, müsste es die Bedürfnisse der Herkunftssysteme und damit verbunden der Kinder auffangen und respektieren.
Abschließend zu Muttergefühle und Eifersucht: Lesen Sie bitte zuerst die Entwicklungspsychologie des Kindes von Schenk-Danzinger sowie passende Ausführungen von Freud, dann können wir gerne zum Thema „Hand im Rücken“ und „Kindliche Mündigkeit“ weiterreden. Beides entwickelt sich bereits bei einem Ungeborenen ab der 10. Schwangerschaftswoche.
Und um weitere Missverständnisse auszuräumen: Ich besuche regelmäßig sozialpädagogische Einrichtungen. Erst kürzlich habe ich die Einladung aus der Schweiz bekommen, das Time-Out von verhaltensauffälligen Jugendlichen als Journalist zu beobachten. Die Branche nimmt mich also sehr ernst und zeigt gerne wissenschaftliche Weiterentwicklungen gegenüber der Presse auf. Von SOS Kinderdorf bleibt dieses Bestreben allerdings „merklich“ aus!
lg
jo mei, andere schmücken sich mit am Doktortitel (h.c.) ist doch an Ehrendoktor von der Uni gelle
KLEINE LISA
Lieber sosfreund!
Wer andere in Misskredit bringt und dabei nicht einmal Quellenangaben machen kann, sollte eine Website mit entsprechendem Quellenverweis nicht als einseitig bezeichnen.
Gruß,
Markus
Wer einem Kind das Erbrochene auf den Kopf setzt und als Erziehungsberechtigter seelische Grausamkeit übt, dem gehört das Kind zweifelsohne abgenommen. Sind wir uns aber sicher, dass SOS Kinderdorf ausschließlich für diese Fälle dem Antrag der Fürsorge entspricht?
Tja, sosfreund, an Buchempfehlungen soll die Diskussion nicht scheitern. Wie wäre es denn mit Gordon Neufeld, oder ist das zu schwer?
Nice weekend & lg von
Little Buddha
P.S. es waren nicht 20 SozPäd WG’s sondern 21 und über 150 Kinder *GGG*
Das Überbleibsel findet man unter http://tiefenbacher.inhr.net
Also an den eaglem möchte ich sagen, ich hab meine Kinderdorfmutter auch mit 7 angespuckt, weil meine Eltern plötzlich nimmer mehr da waren. Komisch das so ein Sozialpädagoge nichts mit Sehnsüchten eines 7 jährigen anfangen kann.
Herr eaglem,
Sie kennen bestimmt den wunderschönen dänischen Kinderfilm rund um das 9 Jahre alte Mädchen Tinka. Sie hat nicht nur ihre Eltern verloren, sondern den Glauben ihrer Anverwandten. Nur ein Amulett kann das kleine Mädchen vor dem Arbeitshaus bewahren. Doch die neunjährige lässt sich nicht unterkriegen, lehnt sich gegen die Erwachsenen auf, sie weiß gut genug wer für sie sorgen kann. Tinka lebt seit dem Tod ihrer Eltern im Wald. Dort wird sie von einem Hirtenbuben aufgelesen und zu den Bauern gebracht, für die der Junge Laros arbeitet. Selbst noch ein Kind versucht er aber Tinka zu helfen. Als die Bäuerin das Mädchen aufnimmt, aber von ihr Mama genannt werden möchte, weigert sich Tinka inständig. Die Kinderbuchautorin Astrid Lindgren widmet den Grundsätzen von Hr. Little Buddha besondere Aufmerksamkeit. Wir Erwachsene sollten lernen unseren Kinder wieder zuzuhören. Kinder sind direkt, beschönigen nichts und kommen schnell auf den Punkt.
Gruss
Manuela
Ich bin heute froh das mir meine Eltern vom Leib gehalten worden sind, Alkohol..Schläge daheim ..das hat und hätte mich weiterhin mein Leben lang erwartet. danke SOS Kinderdorf.
Leider gibt es auch im SOS Kinderdorf Schläge. Besuche doch einfach den passenden Beitrag unter
http://soskinderdorf.wordpress.com/2007/09/05/zeitungsberichte/
kein System kann perfekt sein. aber für viele ist dieses System noch besser als die leiblichen Eltern.
das stellt keiner in Abrede, aber es stellt die berechtigte Frage warum so viele andere Formen der Fremdunterbringung gänzlich ausscheiden
und wenn Eltern nicht perfekt sind, dann wird ihnen das Kind vom Jugendamt weggenommen – möchte nur daran erinnern, dass in Wien eine zu kleine Wohnung für diese Maßnahme ausreichend ist
eaglem Sozialpädagoge SOS Kinderdorf meint:
80 verhaltens-kreativen Kindern
Weil ein Auszucker der Kinder nach dem anderen folgt, die Eltern ständig einem an der Backe hängen
7-jährigen erlebt, der mit Sachen um sich wirft, sie schlägt und bespuckt?
Kinder verschmerzen es gut, wenn sie beschäftigt sind, vor allem weil sie mit sich selber schon genug zu tun haben. Da brauchts auch nicht die Eltern dazu, die ihnen bei einem Fest ihre Vergangenheit aufzeigen. Wolf meint: Spricht für sich.
Eifersuchtskomplex und besitzergreifend: Zwei Dinge, die jeder Mutter eines Kindes sofort zugeschrieben werden müssten. Tut man nicht, denn das fällt unter den viel schöneren Begriff “Muttergefühle”. Ist die Welt nicht einfach?
Wolf meint:
Ja genau das war ein wichtiges Vorhaben im dritten Reich, die Muttergefühle zu eliminieren, indem man sie diskriminiert, disqualifiziert. Das ist die Schule F. Wurst und M. Friedrich
Eine Kinderdorfmutter entwickelt, zum Wohle des Kindes, eine Beziehung zu ihrem Klienten.
Wolf meint:
Richtig Kinder sind für euch nur Klienten also ein gutes Geschäft
Dies geschieht, weil eine Arbeit nur dann möglich ist, wenn sich beide Seiten vertrauen können. Dies kann mitunter ein sehr langer und schmerzhafter (für beide Seiten!) Prozess sein und bekanntlich werden die Bande zwischen Menschen sehr stark, wenn man schwierige Situationen gemeinsam meistert.
Wolf meint:
Ein langer und schmerzhafter Weg, ja wie genussvoll sie das betonen genau das ist aber nicht zum Wohlsein des Kindes. Bei „lang und schmerzhaft“ hatten sie das Er…gefühle ich glaube schon, das bitte ist Krank!
Nun, der Idealfall wäre, wenn die Kinderdorfmutter sich einerseits sehr gut auf die Beziehung zu “ihren” Kindern einlassen kann, aber andererseits die Distanz wahrt, um eine gute Beobachterin und eine gute Pädagogin zu bleiben. …. es wird immer die Situation geben, in denen meine Emotionen überwiegen und ich Entscheidungen fälle, die von außen irrational oder gar als schlecht empfunden werden.
Wolf meint:
Ja und im ersten Absatz schreiben sie man solle auf Distanz gehen dann kommt die Sau raus und sie werden plötzlich so emotional, dass sie unterstellen das andere das als schlecht empfinden.
Wenn ja, dann sollten Sie zuerst ihr Studium abschließen, bevor sie hier den Retter spielen.
Wolf meint:
So etwas sagen wirklich nur extrem boshafte und vor allem autoritäre Menschen, die jede Kritik durch Diskriminierung der Person unterbinden und solche sind Erzieher in den Kinderdörfern, ja sie sind sogar ausgewählte. Danke eaglem
Das ist leider kein Einzelfall und dennoch will man den Menschen eine passende Meinung über SOS Kinderdorf aufs Auge drücken. Ich bin froh das die Kinder hier zur Eigeninitiative gegriffen haben. Die Seite klärt wenigstens auf und kehrt nichts unter den Tisch.
Gabi
…wird wohl sein wahren Grund haben warum man die „wahren“ Eltern ins Abseits schiebt. Vll. käme so manch Wahrheit ans Tageslicht wenn die wahren Eltern „den Mund aufmachen“ und reden. Es gibt auch sowas wie „Kinderklau“… ein Thema mit dem sich auch schon der europ. gerichtshof befasste und in Sachen Deutschland klare Verletzungen von Konventionsrecht festgehalten hat …