Von Int. Network of Human Rights
Im Fall des seit März 2007 von SOS Kinderdorf-Mutter Alexandra Eggenreich (SOS Kinderdorf Seekirchen) betriebenen Weblog, kam heute (24.06.2008) die entscheidende Wende. Ohne große Vorankündigung, unter www.sos-kinderdorf.at wird nach wie vor der Blog beworben, stellt die Herz-Mama von sechs Sozialwaisen ihr Internet Tagebuch ein.
Ehemalige SOS Kinderdorf Kinder haben kürzlich in ihrem Weblog (INHR hat berichtet!) auf eine eklatante Fälschung von Internet Fotos aufmerksam gemacht. Offensichtlich sollte potentiellen Spendern dadurch der Griff ins Geldbörsl erleichtert werden.
Heute kommt im jüngsten SOS Kinderdorf Skandal, der mit Peinlichkeit wohl kaum zu überbieten ist, für den Weblog „Beruf: SOS Kinderdorf-Mutter“ das plötzliche Aus.
Unzählige LeserInnen schwärmten nicht schlecht, wenn SOS Kinderdorf Mutter Alexandra Eggenreich von ihrem Kinderabenteuer berichtet. Besonders im Mittelpunkt des Geschehens, der unter AD/HS leidende Bub Dennis.
Noch vor einem Jahr übernahm die Salzburg AG für den Weblog und das gesamte SOS Kinderdorf Seekirchen eine Patenschaft. Im Rahmen der „unkonventionellen Zusammenarbeit“ ließ man sich nicht lumpen und spendierte gleich ein IBM Thinkpad Notebook dazu (im Bild SOS Kinderdorf Mutter Alexandra Eggenreich mit ihren Schützlingen Raphael, Marcel, Kevin – Foto: APA Pressemappe Salzburg AG).
In die Schlagzeilen geriet der Blog erstmals, nachdem sich eine Mutter per Rechtsanwalt an die Medien wandte. Anwalt Dr. Manfred Drexl* sah für seine Mandantin allerdings nur wenig Lichtblick „Leider wird der Blog in den USA betrieben, als Impressum geht SOS Kinderdorf International hervor. Für meine Mandantin somit unerschwinglich vor einem ausländischen Gericht zu klagen“.
Mehrmals betont SOS Kinderdorf Mutter Alexandra Eggenreich sie verfüge über Einverständnis Erklärungen der Eltern, demnach die Veröffentlichung der Kinder legitim sei. Dazu Drexl „Von so einer Erklärung weiß ich nichts, allerdings wird sich Frau Eggenreich nun wohl oder übel vor Gericht verantworten müssen. Näheres prüft derzeit meine Kanzlei“.
Seitens SOS Kinderdorf Österreich, insbesondere Pressesprecher Viktor Trager, gab es trotz telefonischer Anfrage durch die INHR Online Redaktion, naturgemäß kein Statement. Wir bedauern!
*) Um den Rechtsanwalt vor Repressalien der mächtigen SOS Kinderdorf Organisation zu schützen, mussten wir auf Wunsch der betroffenen Mutter einen anderen Namen einsetzen. Der Redaktion von INHR ist selbstverständlich der richtige Name bekannt und wir verfügen über sämtliche Akten.
0 Antworten zu „SOS Kinderdorf stellt Weblog nach Enttarnung von Foto-Fälschung ein“